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JULI 2011

Habt ihr nur gute oder auch schlechte Erfahrungen damit gemacht?Die Erfahrungen sind sehr unterschiedlich, weil jeder Mensch und jedes Pferd völlig anders sind. Wir kommen mit den Menschen immer irgendwann an den Punkt, dass sie sich mit sich selbst auseinander setzen müssen und erkennen, was sie ändern müssen. Daraufhin verändert sich das Pferd vollkommen und dementsprechend beginnt eine Entwicklung. Die Erfahrung, die wir damit gemacht haben, ist, dass es auf der einen Seite Menschen gibt, die das gerne annehmen, und auf der anderen Seite solche, die sich vollständig verschließen – wenn sie sich im Spiegel selbst anschauen müssen, dann machen sie ihn wieder zu. In dem Moment, in dem Menschen mit 20jähriger Pferdeerfahrung vor einem stehen und sagen, dass ihnen keiner mehr etwas erzählen kann, wird es schwierig. Manche stellen fest, dass sie ihr Pferd lange nicht verstanden und entsprechend behandelt haben. Einige davon können die Anregungen annehmen, andere nicht. Für sie ist diese Arbeit zu intensiv, sie kommen damit nicht zurecht. Hat sich die Methode und alles Weitere so entwickelt, wie ihr euch es vorgestellt habt?Wir bauen hier in Maria-Einsiedel unseren Ort „Zentrum“ ja erst auf. Ein Traum von uns ist, dass alle Menschen, die gerne in dieser Richtung arbeiten möchten, hier hinkommen. Bisher entwickelt es sich aus unserer Sicht sehr gut - aber es braucht natürlich Zeit. Die Menschen müssen auch erst mal an diese Arbeit herangeführt werden und viel lernen. Wir lernen auch jeden Tag noch dazu. Ist diese Methode „Mit Pferden Lernen“ gut angenommen worden?Wenn wir Seminare oder andere Veranstaltungen gemacht haben, sind die Rückmeldungen, die wir bekommen, bisher immer sehr positiv. Auch wenn es für Viele körperlich, geistig, emotional und mental anstrengend war. Wenn wir Einzelunterricht gegeben haben, das heißt: wir sind zu Menschen gefahren, die Probleme mit ihren Pferden hatten, hat sich durch unsere Arbeit eine Veränderung im Umgang miteinander oft sehr direkt gezeigt. In der Regel bekommen wir ein positives Feedback, aber es gibt auch Menschen, die diese Arbeit nicht mögen oder sagen, dass sie ihnen nicht liegt – das ist auch in Ordnung so und völlig normal.Habt ihr ein Beispiel, das erklärt, wie die Methode helfen kann (Welche Wirkung sie zeigt)?Das beste Beispiel ist eigentlich unsere Kaskaya. Sie ist eine junge Lipizzanerstute, die damals, knapp 7 jährig, von einer erfolgreichen Springreiterin aus einem Schlachttransport gerettet wurde, weil sie ihr gut gefiel. Sie merkte schnell wie gefährlich sie sein konnte. Bei uns hat sich Kaskaya sehr verändert. Durch die Arbeit mit ihr hat sie Vertrauen zu Menschen wieder aufgebaut und ich kann mich mittlerweile auf sie setzen, wenn sie sich hinlegt. Sie ist nach wie vor eine charakterstarke Leitstute, hat sich aber von einem kämpferischen, für Menschen gefährlichen Pferd zu einem sehr vertrauensvoll mit Menschen umgehenden Pferd entwickelt. Das ist, was unsere Arbeit ausmacht und zum Ziel hat. Das Reiten (die Reitarbeit ist immer für das Pferd) bleibt für uns immer der Kern der Arbeit…das Lernen mit den Pferden reflektiert den Weg zur Seele der Pferde – einen Weg, der einem wenn man es zu lässt, zurück zu sich selbst führt.Auszug aus dem Interview mit K.Filbrandt von Katharina Küppers



Mit Pferden Lernen

Die Schule zur Freiwilligkeit !







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